GMC-Fehler beheben
So beheben Sie eine Sperrung wegen „Falschdarstellung“ im Google Merchant Center
Konto wegen Falschdarstellung gesperrt? Der schwerste Verstoß im GMC: was ihn auslöst, wie Sie die Ursache finden und erfolgreich Einspruch einlegen.
Was ist eine Falschdarstellung?
Falschdarstellung ist der schwerwiegendste Richtlinienverstoß im Google Merchant Center. Anders als Ablehnungen, die einzelne Produkte betreffen, führt eine Falschdarstellung in der Regel zu einer Sperrung auf Kontoebene – alle Produkte verschwinden gleichzeitig aus Shopping, Ihre Anzeigen werden nicht mehr ausgeliefert, und der Umsatz fällt auf null, während die Uhr tickt.
Die offizielle Definition von Google: falsche oder irreführende Angaben zu Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten oder Dienstleistungen – oder das Weglassen wesentlicher Informationen, die Käufer für ihre Kaufentscheidung brauchen. In der Praxis reicht das von einem abweichenden Unternehmensnamen über einen nicht funktionierenden Bestellprozess bis hin zu einem abgelaufenen SSL-Zertifikat.
Mit der Aktualisierung vom Oktober 2025 wurden die Kriterien deutlich verschärft. Google erkennt Lockvogelangebote, versteckte Gebühren, irreführende kostenlose Testphasen und Muster überhöhter Preise jetzt mit strengeren automatischen Prüfungen. Mehr Konten, die früher eine Warnung erhalten hätten, werden jetzt sofort gesperrt.
Betrifft es das Konto oder einzelne Artikel?
Klären Sie zuerst den Umfang – davon hängt Ihre gesamte Strategie zur Behebung ab.
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Sperrung auf Kontoebene – Alle Produkte werden aus Shopping entfernt. Im Merchant Center erscheint ein rotes Banner, und Sie erhalten eine E-Mail an Ihre hinterlegte Adresse. Das erfordert ein vollständiges Audit und einen formellen Einspruch.
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Ablehnung auf Artikelebene – Einzelne Produkte werden wegen Falschdarstellung beanstandet (z. B. ein Produkt, das eine Zertifizierung angibt, die es nicht hat). Solche Fälle lassen sich oft korrigieren und ohne formellen Einspruch erneut übermitteln.
Die Beanstandung auf Kontoebene sehen Sie unter Merchant Center → Produkte → Maßnahme erforderlich → Probleme im Zusammenhang mit Einrichtung und Richtlinien ansehen, Beanstandungen auf Artikelebene in der Produktliste desselben Tabs. Liegt beides vor, beheben Sie alles, bevor Sie an irgendeiner Stelle Einspruch einlegen.
Was löst eine Sperrung wegen Falschdarstellung aus?
Es gibt sechs Hauptkategorien. Bei den meisten Sperrungen liegen Probleme in zwei oder mehr davon gleichzeitig vor.
A. Probleme mit der Unternehmensidentität
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Abweichender Name – Der Name Ihres GMC-Kontos, der Name auf der Website (in der Kopfzeile, auf der Über-uns-Seite, in der Fußzeile) und der Name im Google Unternehmensprofil stimmen nicht exakt überein. Schon kleine Abweichungen zählen: „Acme Inc.“ vs. „Acme Inc“ (fehlender Punkt) oder „Acme Store“ vs. „Acme“ werden beanstandet.
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Fehlende Über-uns-Seite – Google erwartet eine Seite, die beschreibt, wer Sie sind, wo Ihr Unternehmen sitzt und wie man Sie erreicht. Eine dürftige oder fehlende Über-uns-Seite ist ein starkes Signal für Falschdarstellung.
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Kostenlose E-Mail-Domain – Sie nutzen @gmail.com oder @yahoo.com als geschäftliche Kontaktadresse, treten aber als seriöses Unternehmen auf.
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Widersprüche im WHOIS – In der WHOIS-Registrierung Ihrer Domain stehen ein anderer Unternehmensname, ein anderes Land oder ein anderer Kontakt als auf der Website oder im GMC.
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Gekaufte abgelaufene Domain – Sie haben eine Domain übernommen, die früher einem anderen Unternehmen gehörte. Die Historie, die Google zu dieser Domain kennt, passt dann womöglich nicht zu Ihren aktuellen Inhalten – das sorgt für Unklarheit über Ihre Identität.
B. Unstimmigkeiten bei den Produktdaten
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Preis im Feed ≠ Website ≠ Kasse – Der Preis im Feed, der sichtbare Preis auf der Produktseite und der Preis an der Kasse stimmen nicht überein. Google gleicht alle drei ab, und eine Abweichung an jeder dieser Stellen löst eine Falschdarstellung aus.
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Preise nur per JavaScript – Ihre Produktseite rendert den Preis per JavaScript, der Crawler Googlebot führt JS aber nicht zuverlässig aus. Der Bot sieht keinen Preis, stuft das Produkt als preislos ein – und die Falschdarstellung folgt.
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Fehler bei Variantenpreisen – Sie übermitteln den Preis des Basisprodukts, auf der Seite erscheinen aber Variantenpreise (größere Größen, andere Materialien), ohne dass die Varianten im Feed aktualisiert wurden.
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Abgelaufenes sale_price_effective_date – Ihr Feed enthält noch ein Feld
sale_pricemit einem bereits abgelaufenen Zeitraum insale_price_effective_date, auf der Seite wird der Sonderangebotspreis aber nicht mehr angezeigt. Der Feed sagt Sonderangebot, die Seite sagt voller Preis.
C. Irreführende Werbeaktionen
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Falsche Countdown-Timer – Ein Timer „Angebot endet in 2:47:33“, der sich bei jedem Seitenaufruf zurücksetzt. Die Crawler von Google rufen die Seite mehrfach auf und erkennen das.
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Überhöhte Vergleichspreise – Ein Rabatt wie „Vorher 200 $, jetzt 99 $“, obwohl 200 $ kein Preis ist, den Sie vor der Preissenkung tatsächlich verlangt haben. In der EU schreibt die Omnibus-Richtlinie außerdem vor, dass als „Vorher“-Preis der niedrigste Preis angegeben wird, den Sie in den 30 Tagen vor der Preissenkung verlangt haben.
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Nicht funktionierende Gutscheincodes – Sie bewerben in Ihrer Shopping-Anzeige oder Produktbeschreibung einen Gutscheincode, der an der Kasse gar nicht funktioniert.
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Versteckter Mindestbestellwert für kostenlosen Versand – Sie bewerben im Feed „Kostenloser Versand“, verlangen aber einen Mindestbestellwert, der erst an der Kasse genannt wird.
D. Fehlende oder unzureichende Richtlinien
Google verlangt konkrete, ausführliche Richtlinienseiten – keine generischen Textbausteine. Das muss jeweils enthalten sein:
Die Rückgaberichtlinie muss enthalten: die Rückgabefrist (genaue Anzahl Tage), die Bedingungen für eine Rückgabe (versiegelt, ungeöffnet usw.), wer die Rücksendekosten trägt, wie erstattet wird (ursprüngliche Zahlungsart, Shop-Guthaben usw.), die Bearbeitungsdauer der Erstattung und wie eine Rückgabe eingeleitet wird (Formular, E-Mail, Telefon). Fehlt einer dieser Punkte, reicht das für eine Beanstandung wegen Falschdarstellung.
Die Versandrichtlinie muss enthalten: Lieferzeiten je Versandart, Kosten (oder wie sie berechnet werden), die genutzten Versanddienstleister, geografische Einschränkungen (Länder/Regionen, in die Sie nicht liefern) und die Bearbeitungszeit bis zum Versand.
Die Datenschutzerklärung muss vorhanden sein und korrekt beschreiben, welche Daten Sie erheben und wie Sie sie verwenden – vor allem, wenn Sie einen Bestellprozess, eine Newsletter-Anmeldung oder irgendein Formular haben.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollten Kaufbedingungen, Garantiebedingungen, Streitbeilegung und Gerichtsstand abdecken. Sie werden weniger streng geprüft als Rückgaberichtlinie, Versandrichtlinie und Datenschutzerklärung, ihr Fehlen ist aber ein negatives Signal.
E. Technische Probleme
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SSL fehlt oder ist abgelaufen – Jede Seite im Bestellprozess (oder Ihre Hauptdomain) ohne HTTPS fällt beim Vertrauen sofort durch.
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404-Fehler auf Produkt- oder Richtlinienseiten – Liefert eine im Feed verlinkte Produktseite einen 404-Fehler oder ist die URL Ihrer Rückgaberichtlinie defekt, wertet Google das als irreführend (Sie verlinken auf eine Richtlinie, aber der Link führt ins Leere).
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Defekte Kasse – Google testet, ob sich ein Kauf tatsächlich abschließen lässt. Ein defekter Warenkorb, ein Zahlungsformular mit Fehlermeldungen oder eine Kasse, die zum Fortfahren eine Anmeldung verlangt, sind allesamt Warnsignale.
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Platzhalterinhalte – „Lorem ipsum“, „Ihr Shopname hier“ oder nie ersetzte Vorlagentexte signalisieren, dass hinter der Website kein echtes Unternehmen steht.
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Pop-ups, die Inhalte verdecken – Ein aggressives Pop-up, das Produktinhalte oder Richtlinien verdeckt, bevor Nutzer sie sehen können.
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Sehr langsame Website – Zwar ist das kein dokumentierter direkter Auslöser für Ablehnungen, eine sehr langsame Produktseite kann Google aber daran hindern, Preise und Verfügbarkeit zu crawlen und mit dem Feed abzugleichen. Eine Verbesserung lohnt sich für Crawlbarkeit und Conversion-Rate, hat bei Falschdarstellung aber nicht die höchste Priorität.
F. Aktualisierung der Durchsetzung vom Oktober 2025
Im Oktober 2025 hat Google die Definition erweitert und deckt nun ausdrücklich Folgendes ab:
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Lockvogelangebote – Ein bestimmtes Produkt wird zu einem bestimmten Preis beworben, auf der Seite sehen Nutzer dann aber ein anderes (meist schlechteres) Produkt oder einen höheren Preis.
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Versteckte Gebühren an der Kasse – Jede Pflichtgebühr (Bearbeitung, Service, Versicherung), die nicht vor der Bestellübersicht ausgewiesen wird.
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Irreführende kostenlose Testphasen – Angebote mit „kostenloser Testphase“, bei denen die Abrechnung sofort beginnt oder die Kündigung bewusst erschwert wird.
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Preistreiberei bei Engpässen – Extreme Preisaufschläge bei gefragten Produkten während Lieferengpässen (werden algorithmisch erkannt).
Diagnose in 6 Phasen
Gehen Sie die Phasen der Reihe nach durch. Überspringen Sie keine, nur weil Sie glauben, die Ursache zu kennen – Verstöße in mehreren Kategorien sind häufiger als solche mit einer einzigen Ursache.
Phase 1: Umfang bestimmen
Kontoebene oder Artikelebene? Prüfen Sie sowohl die Probleme auf Kontoebene (Produkte → Maßnahme erforderlich → Probleme im Zusammenhang mit Einrichtung und Richtlinien ansehen) als auch die Probleme auf Artikelebene im selben Tab. Lesen Sie die Benachrichtigungs-E-Mail von Google vollständig – sie enthält manchmal konkrete Richtlinienverweise, die die Kategorie eingrenzen.
Phase 2: Unternehmensidentität prüfen (30–60 Minuten)
Gleichen Sie alle vier Quellen miteinander ab:
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Name des GMC-Kontos (Einstellungen → Unternehmensinformationen)
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Ihre Website: Kopfzeile, Fußzeile, Über-uns-Seite und Kontaktseite
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Google Unternehmensprofil (falls vorhanden)
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WHOIS-Eintrag Ihrer Domain (über eine öffentliche WHOIS-Abfrage)
Name, Adresse und Telefonnummer müssen in allen vier Quellen exakt übereinstimmen. Notieren Sie jede Abweichung – auch kleine – und beheben Sie sie alle.
Phase 3: Richtlinien prüfen (60 Minuten)
Gehen Sie jede erforderliche Richtlinienseite anhand der Checkliste im Abschnitt „Fehlende oder unzureichende Richtlinien“ oben durch. Prüfen Sie für jede Seite, ob sie existiert und lädt (kein 404-Fehler), in der Fußzeile jeder Seite verlinkt ist, alle erforderlichen Elemente enthält und speziell für Ihr Unternehmen geschrieben ist (keine kopierten Textbausteine mit Platzhaltern).
Phase 4: Produktdaten prüfen
Prüfen Sie stichprobenartig mindestens 20 Produkte aus verschiedenen Kategorien:
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Prüfen Sie Ihre strukturierten Daten mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google – welchen Preis und welche Verfügbarkeit liest Google tatsächlich aus?
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Vergleichen Sie das mit Ihrem Feed und mit dem sichtbaren Preis auf der Seite.
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Suchen Sie nach Produkten, die noch ein abgelaufenes
sale_price_effective_datehaben. -
Prüfen Sie, ob die Variantenpreise übereinstimmen: Wählen Sie im Shop jede Variante aus und prüfen Sie, ob der angezeigte Preis mit der Feedzeile dieser SKU übereinstimmt.
Phase 5: Technisches Audit
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Prüfen Sie Ihre Domain bei Google Safe Browsing – eine dort markierte Domain ist ein akutes Problem.
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Prüfen Sie die
robots.txt– sperren Sie den Googlebot versehentlich von Produkt- oder Richtlinienseiten aus? -
Prüfen Sie Ihre Website auf defekte Links (vor allem die URLs der Richtlinienseiten und die Landingpage-URLs der Produkte in Ihrem Feed).
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Testen Sie Ihre Website auf einem Mobilgerät: Funktioniert die Kasse? Sind die Richtlinienseiten erreichbar, ohne dass Pop-ups sie verdecken?
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Führen Sie einen Testkauf durch (oder gehen Sie den Bestellprozess bis zur Eingabe der Zahlungsdaten durch, ohne abzuschicken). Werden alle Kosten vor der finalen Bestätigungsseite angezeigt?
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Prüfen Sie das SSL-Zertifikat Ihrer Hauptdomain und Ihrer Checkout-Domain (bei einem gehosteten Warenkorb können das unterschiedliche Domains sein).
Phase 6: Alles dokumentieren
Machen Sie vor jeder Änderung einen Screenshot. Machen Sie nach der Änderung einen weiteren. Halten Sie URL, geändertes Element sowie Datum und Uhrzeit fest. Diese Dokumentation ist Ihr Nachweis für den Einspruch – vage Einsprüche scheitern, konkrete, belegte Einsprüche haben Erfolg.
Der Einspruch
Zwei Arten von Einsprüchen
„Ich habe das Problem behoben“ – Wählen Sie diese Option, wenn Sie anerkennen, dass der Verstoß vorlag, und ihn behoben haben. Das ist in den allermeisten Fällen von Falschdarstellung die richtige Wahl. Listen Sie in Ihrem Einspruch jede einzelne Korrektur mit URL und Datum auf.
„Meiner Meinung nach liegt kein Problem vor“ – Wählen Sie diese Option nur, wenn Sie wirklich überzeugt sind, dass die Sperrung ein Fehler ist und das beanstandete Problem nicht existiert. Dafür brauchen Sie starke Belege (Screenshots, Bestätigung durch Dritte), die Hürde liegt deutlich höher. Gescheiterte Einsprüche dieser Art schaden Ihren Chancen bei späteren Überprüfungen besonders.
Wann Sie Einspruch einlegen sollten
Warten Sie nach Abschluss aller Korrekturen mindestens 7 Tage, bevor Sie Einspruch einlegen. Die Crawler von Google brauchen Zeit, um Ihre Website erneut aufzurufen und die Änderungen zu erfassen. Legen Sie schon am Tag nach der Korrektur Einspruch ein, sehen die Prüfer auf Ihrer Website noch dieselben Probleme – der Einspruch scheitert, Sie haben einen Versuch verschenkt, und für den nächsten gilt eine längere Wartezeit.
Bei eingeschränkten Kategorien (Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik, Finanzprodukte, nicht jugendfreie Produkte) warten Sie nach den Korrekturen 14–21 Tage, bevor Sie Einspruch einlegen. Diese Kategorien werden gründlicher manuell geprüft.
Wie oft können Sie Einspruch einlegen?
In der Praxis haben Sie etwa 3 Versuche, bevor die Wartezeiten unverhältnismäßig lang werden. Jeder gescheiterte Einspruch erschwert den nächsten – das System von Google stuft Konten mit mehreren gescheiterten Einsprüchen als riskanter ein, die Prüfer werden skeptischer, und die Wartezeiten verlängern sich. Behandeln Sie jeden Einspruch so, als wäre es Ihr letzter.
So schreiben Sie einen wirksamen Einspruch
Gehen Sie zu Merchant Center → Produkte → Maßnahme erforderlich → Probleme im Zusammenhang mit Einrichtung und Richtlinien ansehen, wählen Sie „Ich habe das Problem behoben“ oder „Meiner Meinung nach liegt kein Problem vor“ und dann „Überprüfung beantragen“. Achten Sie in Ihrem Einspruch auf Folgendes:
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Das Problem anerkennen – Argumentieren Sie nicht und gehen Sie nicht in die Defensive. Beginnen Sie mit: „Wir haben folgende Probleme festgestellt, die zu dieser Sperrung geführt haben:“
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Konkrete Änderungen auflisten, mit genauen URLs und Daten. „Wir haben am 15. April unter example.com/returns eine Seite zur Rückgaberichtlinie ergänzt, die [vollständige Liste der erforderlichen Elemente] enthält.“ Nicht: „Wir haben unsere Richtlinien aktualisiert.“
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Belege vorlegen – Verweisen Sie auf Ihre Vorher-/Nachher-Screenshots. Wenn das Überprüfungsformular im GMC Anhänge zulässt, nutzen Sie sie.
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Knapp und professionell bleiben – Eine fokussierte Seite ist besser als drei ausschweifende. Prüfer bearbeiten Dutzende Einsprüche pro Tag.
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Mit einer Bestätigung abschließen – „Wir haben unsere gesamte Website auf die Einhaltung der Richtlinien von Google geprüft und sind zuversichtlich, dass alle festgestellten und damit zusammenhängenden Probleme behoben sind.“
Nach dem Einreichen
Reichen Sie keinen zweiten Einspruch ein, solange der erste noch läuft. Fragen Sie in den ersten 7 Tagen nicht beim Google-Support nach dem Status. Ein Einspruch – und dann abwarten.
Mit welcher Dauer Sie rechnen müssen
Bleiben Sie realistisch, was die Dauer angeht:
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Nur Ablehnung auf Artikelebene: 24–48 Stunden nach Korrektur und erneuter Übermittlung
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Kontoebene, erste Sperrung: 8–14 Werktage nach einem vollständigen, gut dokumentierten Einspruch
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Kontoebene, mehrere Runden: 3–6 Wochen insgesamt
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Eingeschränkte Kategorien: 4–8 Wochen
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Wiederholte oder mehrfache Verstöße: Monate oder dauerhaft
Nach Erfahrung aus der Agenturpraxis dauert die vollständige Wiederherstellung eines Kontos typischerweise mehrere Wochen bis zu einem Monat, sobald die Probleme behoben sind und ein Einspruch Erfolg hat. Planen Sie Ihre Umsatzprognosen entsprechend – die genaue Dauer hängt von der Art des Verstoßes und der Qualität des Einspruchs ab.
Die 10 häufigsten Fehler
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Vorzeitiger Einspruch – Einspruch einlegen, bevor alles behoben ist. Die Crawler von Google prüfen Ihre Website zum Zeitpunkt der Überprüfung.
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Neues GMC-Konto während der Sperrung anlegen – Das führt zum Verstoß „Umgehung von Systemen“, einem eigenen und noch schwerwiegenderen Verstoß. Neue Konten, die mit einem gesperrten Konto in Verbindung stehen, lassen sich so gut wie nie wiederherstellen. Tun Sie das niemals.
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Kopierte Richtlinienvorlagen – Generische Textbausteine, in denen noch „[Ihr Shopname]“ steht, oder Richtlinien, die nicht zu Ihrem tatsächlichen Geschäftsmodell passen (z. B. ein Händler digitaler Produkte mit einer Rückgaberichtlinie für physische Ware).
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Basispreis statt Variantenpreis – Für ein übergeordnetes Produkt wird der Preis der günstigsten Variante übermittelt, obwohl auf der Seite tatsächlich teurere Varianten angezeigt werden.
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Preise nur per JavaScript – Per JS gerenderte Preise, die der Googlebot nicht lesen kann. Nutzen Sie serverseitiges Rendering oder als Fallback strukturierte Daten im JSON-LD-Format.
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Abgelaufenes sale_price_effective_date – Der Feed enthält noch einen
sale_priceaus der Aktion vom letzten Monat. Entfernen Sie ihn oder setzen Sie einen aktuellen Zeitraum. -
Unterschiedliche Zeichensetzung im Unternehmensnamen – „Inc.“ vs. „Inc“, „LLC“ vs. „L.L.C.“, „Co.“ vs. „Co“. Das wirkt banal, wird aber von automatischen Identitätsprüfungen erkannt.
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Einspruch, bevor Google neu gecrawlt hat – Korrektur am Montag, Einspruch am Dienstag. Warten Sie mindestens 7 Tage.
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Vager Einspruchstext – „Wir haben unsere Richtlinien gemäß den Vorgaben von Google überprüft und aktualisiert.“ Das bringt nichts. Prüfer brauchen Details.
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Automatische Artikelaktualisierungen deaktiviert – Sie sind ein Sicherheitsnetz, mit dem Google Verfügbarkeit und Preise anhand Ihrer strukturierten Daten selbst korrigieren kann. Wer sie deaktiviert, verzichtet auf diesen Schutz.
Checkliste zur Vorbeugung
Nutzen Sie diese Checkliste mit fünf Bereichen, um künftigen Sperrungen vorzubeugen:
Feed-Hygiene
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Aktivieren Sie die automatischen Artikelaktualisierungen (GMC-Einstellungen → Automatische Verbesserungen)
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Legen Sie Regeln für Bestandsschwellen fest: Wenn der Bestand < 2 Einheiten beträgt, wird
availabilityautomatisch aufout_of_stockgesetzt. -
Aktualisieren Sie den Hauptfeed mindestens einmal täglich, den Ergänzungsfeed (offizielle Bezeichnung: zusätzliche Datenquelle) alle 30–60 Minuten.
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Prüfen Sie wöchentlich, ob Felder mit
sale_price_effective_dateabgelaufen sind. -
Validieren Sie die strukturierten Daten auf Produktseiten monatlich mit dem Test für Rich-Suchergebnisse.
Unternehmensidentität
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Vierteljährlicher Abgleich: GMC-Name, Website-Name, Google Unternehmensprofil, WHOIS – alles muss übereinstimmen.
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Aktualisieren Sie den WHOIS-Eintrag, wenn sich Unternehmensname oder Adresse ändern.
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Verwenden Sie für GMC- und Google Ads-Konten eine E-Mail-Adresse Ihrer Unternehmensdomain.
Richtlinienseiten
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Vierteljährliches Richtlinien-Audit – lesen Sie jede Richtlinienseite erneut und prüfen Sie, ob sie Ihre aktuellen Geschäftspraktiken noch korrekt beschreibt.
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Testen Sie vierteljährlich alle URLs von Richtlinienseiten aus Ihrem Feed und aus den Fußzeilen-Links.
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Nach jeder geschäftlichen Änderung (neuer Versanddienstleister, neue Rückgabefrist, neue Länder) – aktualisieren Sie die Richtlinien innerhalb von 30 Tagen.
Werbeaktionen
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Verwenden Sie nur Countdown-Timer mit echten Fristen, die sich nicht zurücksetzen.
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Bevor Sie einen Vergleichspreis angeben, prüfen Sie, ob das Produkt mindestens 30 aufeinanderfolgende Tage zu diesem Preis verkauft wurde.
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Testen Sie alle beworbenen Gutscheincodes, bevor die Kampagnen starten.
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Nennen Sie Mindestbestellwerte für kostenlosen Versand auf derselben Seite, auf der Sie den kostenlosen Versand bewerben.
Technischer Zustand
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Erinnerungen für die Verlängerung des SSL-Zertifikats (Kalendereintrag 30 Tage vor Ablauf).
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Monatlicher Scan von Produkt- und Richtlinienseiten auf defekte Links.
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Wöchentlicher Blick in den Tab „Maßnahme erforderlich“ im GMC – lassen Sie nicht zu, dass sich Beanstandungen auf Artikelebene zu Mustern auf Kontoebene aufsummieren.
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Testen Sie monatlich den gesamten Bestellprozess (in den Warenkorb → Versand → Zahlungsseite – prüfen Sie, ob alle Gebühren angezeigt werden).