Attribut-Referenz
Verfügbarkeit [availability] in Google Shopping: Anforderungen, Werte & Best Practices
Leitfaden zu availability im Google Merchant Center: die 4 zulässigen Werte, Abgleich mit der Landingpage und wie ausverkaufte Produkte Budget verschwenden.
Tragbarer Bluetooth-Lautsprecher – Blau
Ergänzungsfeed wird alle 15 Min. aktualisiert → ausverkaufte Produkte verschwinden binnen Minuten aus den Anzeigen → kein Budget für nicht verfügbare Ware verschwendet.
Tragbarer Bluetooth-Lautsprecher – Rot
Feed: „in_stock“ / Realität: seit gestern ausverkauft. Anzeige läuft weiter → Klicks werden berechnet → Käufer sieht auf der Seite „Nicht auf Lager“ → Absprung, verschwendetes Budget, schlechte Nutzererfahrung. Das Budget fließt in Traffic ohne Conversions.
Ein Ergänzungsfeed (offizielle Bezeichnung: zusätzliche Datenquelle), der nur id + availability (und optional price) enthält und alle 15–20 Minuten aktualisiert wird, ist der wirksamste Weg, die Verfügbarkeit aktuell zu halten, ohne den kompletten Produktfeed neu zu erstellen. Nicht vorrätige Produkte, die mit dem Status in_stock im Feed bleiben, verbrennen Budget für Shopping-Anzeigen so schnell wie kaum etwas anderes.
Was ist das Attribut Verfügbarkeit?
Über das Attribut availability teilen Sie Google den aktuellen Lagerstatus Ihres Produkts mit. Es gibt genau vier zulässige Werte: in_stock, out_of_stock, preorder und backorder. Google entscheidet anhand dieses Attributs, ob eine Anzeige ausgeliefert werden darf, gewichtet die Impressionspriorität, zeigt Käufern Verfügbarkeitsinformationen an und steuert die Zielgruppensegmentierung im dynamischen Remarketing.
Korrekte Verfügbarkeitsangaben gehören zu den operativ anspruchsvollsten Aufgaben im Feed-Management, weil sich der Lagerstatus bei schnell drehenden Artikeln mehrmals täglich ändern kann. Eine Verfügbarkeitsabweichung – Ihr Feed meldet in_stock, das Produkt ist aber tatsächlich nicht verfügbar – ist einer der teuersten Fehler in Google Shopping: Sie erzeugt Klicks (die Ihr Budget belasten), die auf der Produktseite eines ausverkauften Artikels landen, keine einzige Conversion bringen und laufend Geld verbrennen. Die Lösung ist eine Strategie mit sehr häufigen Verfügbarkeitsupdates, in der Regel über Ergänzungsfeeds.
Technische Spezifikationen
| Feedname | availability |
| Erforderlich | Ja – für alle Produkte |
| Zulässige Werte | in_stock, out_of_stock, preorder, backorder |
| Schreibweise | Kleinbuchstaben mit Unterstrichen, genau wie angegeben – keine Abweichungen zulässig |
| Muss übereinstimmen mit | Verfügbarkeitsstatus auf der Landingpage des Produkts |
| Zugehöriges Attribut | availability_date – erforderlich bei preorder; bei backorder verwenden, um das voraussichtliche Datum der Wiederverfügbarkeit anzugeben |
Wo das Attribut zum Tragen kommt
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Shopping-Anzeigen – Google entscheidet anhand der Verfügbarkeit, ob eine Anzeige ausgeliefert werden darf. Vorrätige Produkte erhalten die volle Impressionspriorität. Nicht vorrätige Produkte werden in der Regel herabgestuft oder aus Shopping-Anzeigen ausgeschlossen (in einigen Formaten können sie trotzdem erscheinen). Produkte mit preorder und backorder werden je nach Anzeigenformat unter Umständen mit einem Hinweis zur Verfügbarkeit angezeigt. Ungenaue Verfügbarkeitsangaben schaden der Nutzererfahrung, wenn Käufer auf ausverkaufte Produkte klicken.
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Kostenlose Produkteinträge – Im Shopping-Tab können Käufer den Filter „Auf Lager“ setzen. In den gefilterten Ergebnissen erscheinen nur Produkte mit
availability=in_stock. Produkte mit einem anderen Verfügbarkeitsstatus fallen aus diesen gefilterten Ansichten heraus und sind für kaufbereite Käufer weniger sichtbar. -
Dynamisches Remarketing – Der Verfügbarkeitsstatus ist ein wichtiges Signal in der Zielgruppenlogik des dynamischen Remarketings. Google kann nicht vorrätige Produkte automatisch aus Remarketing-Anzeigen herausnehmen – Nutzer, die sich ein inzwischen ausverkauftes Produkt angesehen haben, bekommen es in Retargeting-Anzeigen nicht mehr zu sehen (das erspart ihnen Frust). Dafür braucht es genaue, aktuelle Verfügbarkeitsdaten.
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Performance Max – In Performance Max-Kampagnen mit Produktfeed entscheidet die Verfügbarkeit darüber, welche Produkte in Shopping-Formaten erscheinen dürfen. Nicht vorrätige Produkte werden automatisch herabgestuft, aber erst genaue Daten stellen sicher, dass das System kein Budget für sie verschwendet.
Regeln
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Nur die vier zulässigen Werte sind gültig – Jeder andere Wert (z. B. „available“, „yes“, „true“, „1“, „limited“) führt zu einem Feedfehler. Verwenden Sie genau:
in_stock,out_of_stock,preorder,backorder. -
Muss mit der Verfügbarkeit auf der Landingpage übereinstimmen – Google crawlt Produktseiten, um den Verfügbarkeitsstatus zu prüfen. Zeigt die Seite „Nicht auf Lager“, während der Feed
in_stockmeldet, wird eine Abweichung markiert. Anhaltende Abweichungen führen zur Ablehnung. -
preorder erfordert availability_date – Wenn Sie
preorderübermitteln, übermitteln Sie auchavailability_datemit dem voraussichtlichen Versanddatum im ISO-8601-Format. Ohne dieses Datum fehlt der Vorbestellung der Kontext, und der Nutzen der Kennzeichnung als Vorbestellung geht verloren. -
Entfernen Sie nicht vorrätige Produkte nicht aus dem Feed – Behalten Sie sie mit dem Status
out_of_stock. Wenn Sie sie entfernen, geht die Historie des Produkts verloren. Schließen Sie nicht vorrätige Produkte stattdessen über Filter für Produktgruppen in Google Ads aus den Kampagnen aus.
Best Practices
Ergänzungsfeed für Verfügbarkeit in Echtzeit
Die wirkungsvollste operative Maßnahme für korrekte Verfügbarkeitsangaben ist ein eigener Ergänzungsfeed, der nur Verfügbarkeitsdaten enthält und häufig aktualisiert wird:
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Hauptfeed: vollständige Produktdaten, tägliche Aktualisierung
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Ergänzungsfeed: nur
id+availability(+price, falls sich auch die Preise häufig ändern), Aktualisierung alle 15–60 Minuten
Mit diesem Ergänzungsfeed landen Ihre Verfügbarkeitsdaten innerhalb von 15–30 Minuten nach einer Bestandsänderung auf Ihrer Website im Google Merchant Center – deutlich schneller, als wenn Sie auf die tägliche Neuerstellung des kompletten Feeds warten.
Verfügbarkeit auf Kampagnenebene in Google Ads steuern
Auch wenn die Verfügbarkeit im Feed stimmt, sollten Sie auf Kampagnenebene Sicherungen einbauen:
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Legen Sie in Shopping-Kampagnen eine Produktgruppe für nicht vorrätige Produkte an und setzen Sie das Gebot auf
0oder schließen Sie die Gruppe aus -
Nutzen Sie Inventarfilter, um Produkte mit availability != in_stock automatisch aus Ihren aktiven Anzeigengruppen auszuschließen
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Bei Performance Max stuft Google nicht vorrätige Produkte automatisch herab, korrekte Feeddaten bleiben aber trotzdem unverzichtbar
Entscheidungshilfe für den Verfügbarkeitsstatus
| Situation | Richtiger Wert | Hinweise |
| Produkt im Lager, versandbereit | in_stock | Standard für verfügbare Ware |
| Produkt ausverkauft, keine Nachlieferung geplant | out_of_stock | Im Feed behalten; aus Kampagnen ausschließen |
| Produkt ausverkauft, Nachlieferung in 5 Tagen | backorder | availability_date mit dem erwarteten Liefertermin angeben |
| Neues Produkt, Marktstart nächsten Monat | preorder | availability_date mit dem Starttermin angeben |
| Begrenzter Bestand (letzte 3 Stück) | in_stock | Es gibt keinen Wert für „geringer Bestand“ – in_stock verwenden, bis das Produkt ausverkauft ist |
| Saisonprodukt (Saison noch nicht begonnen) | preorder oder out_of_stock | Hängt davon ab, ob Sie Bestellungen schon vorab annehmen |
Auswirkungen auf die Performance
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Verschwendetes Werbebudget für nicht vorrätige Produkte – Das ist die direkteste und am besten messbare Auswirkung. Jeder Klick auf ein ausverkauftes Produkt, das fälschlich als
in_stockmarkiert ist, ist zu 100% verschwendetes Budget mit 0% Conversion-Chance. Bei Konten mit großen, schnell drehenden Katalogen können verzögerte Verfügbarkeitsupdates jeden Monat Tausende Euro für fehlgeleitete Klicks kosten. -
Qualitätssignale der Landingpage – Hohe Absprungraten nach Klicks auf ausverkaufte Produkte senden negative Qualitätssignale zur Landingpage an Google. Mit der Zeit kann systematisch schwaches Engagement auf den Landingpages angeklickter Produkte die effektiven CPCs im gesamten Konto erhöhen.
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Vertrauen der Käufer – Wer auf eine Shopping-Anzeige klickt, ein vorrätiges Produkt erwartet und dann feststellt, dass es nicht verfügbar ist, verbindet diese negative Erfahrung mit Ihrer Marke – nicht nur mit Google. Passiert das öfter, verlieren Sie Customer Lifetime Value, der über die Kosten des verschwendeten Klicks hinausgeht.
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Präziseres Remarketing – Mit genauen Verfügbarkeitsdaten kann das dynamische Remarketing nicht vorrätige Produkte automatisch aus Retargeting-Creatives ausschließen. So zeigen Ihre Remarketing-Anzeigen nur Produkte, die Nutzer tatsächlich kaufen können – das verbessert Klickrate (CTR) und Conversion-Rate bei Retargeting-Zielgruppen.
Häufige Fehler
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Nicht standardkonforme Werte wie „available“, „yes“, „true“ oder „1“ statt der exakt vorgegebenen Werte verwenden
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Nicht vorrätige Produkte ganz aus dem Feed entfernen, statt sie als
out_of_stockzu kennzeichnen -
Sich bei schnell drehendem Sortiment für Verfügbarkeitsupdates allein auf die tägliche Feedaktualisierung verlassen
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in_stockfür Produkte vor dem Marktstart verwenden, die noch nicht gekauft werden können – verwenden Sie stattdessenpreorder -
preorderohneavailability_dateverwenden, sodass Käufer nicht erfahren, wann das Produkt verfügbar sein wird -
Nicht vorrätige Produkte in Shopping-Kampagnen nicht pausieren oder ausschließen, obwohl der Feed sie bereits korrekt als ausverkauft kennzeichnet
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Produkte nach der Nachlieferung nicht umgehend in den Kampagnen reaktivieren – wieder vorrätige Produkte bleiben dann von den Geboten ausgeschlossen
Profi-Tipps
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Laden Sie für einen Verfügbarkeitsabgleich alle 30 Minuten eine Ergänzungsfeed-Datei hoch – Erzeugen Sie eine schlanke CSV-Datei, die nur
id,price,availabilityundsale_priceenthält, und laden Sie sie alle 30 Minuten per SFTP oder über Google Cloud Storage ins Merchant Center hoch (ein geplanter Abruf läuft höchstens einmal täglich). Das ist der mit Abstand wirksamste Weg, die Verfügbarkeit aktuell zu halten – Ihr Hauptfeed wird vielleicht einmal täglich aktualisiert, die Ergänzungsfeed-Datei erfasst Bestandsänderungen dagegen innerhalb einer halben Stunde. Legen Sie sie unter Datenquellen → Standardregel mit höchster Priorität an. -
Lösen Sie den Feed per Lager-Webhook aus – Unterstützt Ihre E-Commerce-Plattform Webhooks für Lagerereignisse (Bestand auf null gefallen, Produkt wieder vorrätig), stoßen Sie damit sofort eine Neuerstellung des Ergänzungsfeeds an, statt auf die nächste geplante Aktualisierung zu warten. Ein Verfügbarkeitsupdate innerhalb von 5 Minuten nach dem Ausverkauf verhindert fast den gesamten verschwendeten Traffic auf ausverkaufte Produkte.
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Werten Sie Ihre Kampagnenberichte nach Verfügbarkeitsänderungen aus – Halten Sie fest, an welchen Tagen Produkte in Ihrem Feed auf ausverkauft gesetzt wurden, und gleichen Sie das mit den Conversion-Daten ab. So können Sie genau beziffern, wie viel Budget in vergangenen Zeiträumen für nicht vorrätige Produkte verschwendet wurde – ein belastbarer Business Case für Investitionen in eine schnellere Infrastruktur zur Feedaktualisierung.
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Setzen Sie preorder gezielt ein, um Nachfragesignale zu gewinnen – Wenn Sie Shopping-Anzeigen für kommende Produkte schon vor dem Marktstart mit dem Status
preorderschalten, gewinnen Sie frühe Nachfragedaten, bauen Remarketing-Zielgruppen aus interessierten Käufern auf und sichern sich die ersten Käufer – alles, bevor die Ware überhaupt auf Lager ist. Das lohnt sich besonders bei Saisonartikeln und Produktneueinführungen. -
Hinterlegen Sie auf allen Produktseiten strukturierte Daten zur Verfügbarkeit – Ergänzen Sie Ihre Produktseiten um Schema.org-Markup für
availabilitymit den korrekten schema.org-Werten (InStock,OutOfStock,PreOrder,BackOrder). So kann der Crawler von Google die Verfügbarkeitsdaten aus Ihrem Feed schneller und zuverlässiger prüfen, und es gibt weniger fälschliche Abweichungsmeldungen in den Zeitfenstern, in denen Ihr Feed aktualisiert wird.
Häufig gestellte Fragen
Welche vier Werte sind für das Attribut Verfügbarkeit zulässig?
availability_date. backorder – Das Produkt ist vorübergehend nicht auf Lager, kann aber schon jetzt bestellt werden und wird versendet, sobald es verfügbar ist. Andere Werte werden nicht akzeptiert.Sollte ich nicht vorrätige Produkte im Feed behalten?
availability=out_of_stock im Feed. Wenn Sie sie ganz entfernen, kann es zu Einbußen bei der Performance kommen, sobald sie wieder auf Lager sind (historische Signale gehen verloren, die erneute Freigabe dauert). Google senkt die Impressionspriorität nicht vorrätiger Produkte automatisch. Sie sollten nicht vorrätige Produkte aber über Produktfilter aus Shopping-Kampagnen ausschließen, damit kein Budget verschwendet wird – das ist etwas anderes, als sie aus dem Feed zu entfernen.Wie verwende ich das Attribut Verfügbarkeit bei Vorbestellungen?
availability=preorder und übermitteln Sie zusätzlich das Attribut availability_date mit dem voraussichtlichen Versanddatum im ISO-8601-Format (z. B. 2026-05-15T00:00:00+00:00). Google zeigt Käufern den Vorbestellstatus an und kann das voraussichtliche Verfügbarkeitsdatum einblenden. Sobald das Produkt versendet wird, stellen Sie availability auf in_stock um und entfernen availability_date.Was ist der Unterschied zwischen preorder und backorder?
Wie oft sollte ich das Attribut Verfügbarkeit aktualisieren?
id + availability (+ optional price) enthält und häufig aktualisiert wird. Ihr Hauptfeed kann täglich laufen, während der Ergänzungsfeed für die Verfügbarkeit je nach Umschlaggeschwindigkeit Ihres Bestands alle 15–60 Minuten läuft.Straft Google die Bewerbung nicht vorrätiger Produkte ab?
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