Attribut-Referenz

Produkthighlight [product_highlight] in Google Shopping: Anforderungen & Best Practices

Leitfaden zum Attribut product_highlight im Google Merchant Center: Zeichenlimits, wie viele Highlights Sie übermitteln sollten und was hineingehört.

Aktualisiert 6 Min. Lesezeit
Produkthighlights – Detailseite der kostenlosen Produkteinträge

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Die wichtigsten Merkmale sind schon vor dem Klick sichtbar – der Käufer kann das Produkt auf einen Blick einordnen, die Kaufabsicht steigt.

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Keine Merkmalsliste sichtbar. Der Käufer muss sich erst durchklicken, um die technischen Daten zu lesen – mehr Hürden, weniger Conversions.

Produkthighlights erscheinen als Aufzählungspunkte auf der Produktdetailseite der kostenlosen Produkteinträge im Shopping-Tab. In Shopping-Anzeigen (PLAs) werden sie NICHT angezeigt. Es handelt sich also um eine reine Anreicherung für kostenlose Produkteinträge – da diese aber viel organischen Traffic bringen, steigern gut formulierte Highlights die Klick- und Conversion-Raten in diesem Kanal spürbar.

Was ist das Attribut product_highlight?

Mit dem Attribut product_highlight übermitteln Sie eine strukturierte Liste der wichtigsten Produktmerkmale in Form kurzer Stichpunkte. Anders als die Produktbeschreibung (die Google intern für den Suchabgleich nutzt und die Käufer selten zu sehen bekommen) sind Produkthighlights dafür gemacht, Käufern angezeigt zu werden – sie erscheinen als formatierte Aufzählungsliste auf der Produktdetailseite der kostenlosen Produkteinträge von Google im Shopping-Tab.

Verstehen Sie Produkthighlights als Antwort auf die Frage: „Wenn ein kompetenter Verkäufer 10 Sekunden Zeit hätte, einen Käufer zu überzeugen, dass sich ein Klick auf dieses Produkt lohnt – was würde er sagen?“ Jedes Highlight sollte eine knappe, sachliche Aussage zu einem zentralen Merkmal sein, die das Produkt abhebt – kein Marketing-Blabla, kein allgemeines Lob, nur die konkreten Details, die für die Kaufentscheidung zählen.

Technische Spezifikationen

Feed-Nameproduct_highlight
ErforderlichEmpfohlen (nicht erforderlich, wirkt sich aber stark auf die Performance der kostenlosen Produkteinträge aus)
Maximale Länge150 Zeichen pro Highlight
Anzahl der Highlights2–100 (4–6 empfohlen)
FormatReiner Text; kein HTML, keine Aufzählungszeichen
Übermittlung per XMLMehrere <g:product_highlight>-Elemente
Übermittlung per SheetsSpalten: product_highlight, product_highlight 1, product_highlight 2 … (eine pro Highlight)

Wo es angezeigt wird

  • Kostenlose Produkteinträge (Shopping-Tab) – Die wichtigste Platzierung. Klickt ein Käufer im Shopping-Tab von Google auf Ihr Produkt, öffnet sich die Produktdetailseite; dort erscheinen die Highlights als Aufzählungsliste direkt unter Produktname und Preis. Das ist die wirkungsvollste Platzierung – es sind die ersten detaillierten Informationen, die ein Käufer sieht.

  • Rich-Suchergebnisse in der Google-Suche – Bei Suchanfragen nach Markenprodukten zeigt Google Produkthighlights gelegentlich im Knowledge Panel bzw. in Rich Snippets an. Eine Liste der wichtigsten Merkmale direkt in den organischen Suchergebnissen steigert die Klickrate (CTR) – ganz ohne Werbebudget.

  • Google Bilder – Produkte in Google Bilder können beim Antippen ein Overlay mit Produktdetails öffnen, in dem neben Preis und Verfügbarkeit auch Highlights zu sehen sein können.

Wichtig: In Shopping-Anzeigen (PLAs) werden Produkthighlights nicht angezeigt. Das Format der Shopping-Anzeigen zeigt nur Titel, Bild, Preis und Shopnamen. Rechnen Sie also nicht damit, dass Highlights in bezahlten Suchergebnissen erscheinen.

Regeln

  • Maximal 150 Zeichen pro Highlight – Längere Highlights werden abgeschnitten oder können Feed-Warnungen auslösen. Formulieren Sie jedes Highlight kurz und auf den Punkt.

  • Keine Werbeaussagen – „Bester Preis garantiert“, „Kostenloser Versand ab 50 € Bestellwert“ oder „Nur für kurze Zeit“ sind nicht erlaubt. Für Aktionen gibt es promotion_id und sale_price.

  • Keine Angaben zu Preis oder Verfügbarkeit – Diese gehören in die jeweils dafür vorgesehenen Attribute.

  • Nur reiner Text – HTML-Tags, Markdown, Emojis und eigene Aufzählungszeichen sind nicht zulässig.

  • Muss zur Landingpage passen – Highlights müssen das Produkt, das unter der verlinkten URL angeboten wird, zutreffend beschreiben. Unzutreffende Highlights können zur Ablehnung führen.

  • Keine doppelten Highlights – Jedes Highlight sollte ein eigenes Merkmal behandeln. Wer denselben Punkt mit anderen Worten wiederholt, verschenkt Plätze und wirkt unprofessionell.

Best Practices

Das Schema für 4–6 Highlights

Bei den meisten Produkten bietet es sich an, die Highlights an diesen Dimensionen auszurichten:

  • Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal – Der Grund Nr. 1, warum jemand dieses Produkt statt einer Alternative kauft

  • Wichtigste technische Angabe – Die wichtigste messbare Spezifikation

  • Einsatzzweck / Kompatibilität – Für wen es gedacht ist oder womit es funktioniert

  • Material / Verarbeitung – Konstruktion, Langlebigkeit oder Materialien

  • Komfortfunktion – Etwas, das die Nutzung erleichtert

  • Zertifizierung / Bestätigung – Auszeichnungen, Zertifizierungen oder Social Proof (optional, 6. Highlight)

Konkret schlägt allgemein

❌ AllgemeinHochwertige Verarbeitung
✅ KonkretGehäuse aus 6061-Flugzeugaluminium – ausgelegt für über 10.000 Öffnungs-/Schließzyklen
❌ AllgemeinLange Akkulaufzeit
✅ Konkret30 Stunden Akku – 10 Min. laden = 3 Stunden Wiedergabe über USB-C
❌ AllgemeinKompatibel mit vielen Geräten
✅ KonkretFunktioniert mit iOS, Android, Windows, macOS – 2 Geräte gleichzeitig verbindbar

Vorlagen nach Kategorie

  • Elektronik: Leistungsdaten → Akku/Konnektivität → Kompatibilität → Verarbeitung → Garantie/Zertifizierungen

  • Bekleidung: Material/Stoff → Passform → Pflegehinweise → Zertifizierungen (OEKO-TEX, Fair Trade) → Größenspektrum

  • Haushaltswaren: Abmessungen → Material → Montage → Reinigungshinweise → Belastbarkeit

  • Nahrungsergänzungsmittel/Lebensmittel: Wirkstoff & Dosierung → Ernährungszertifikate → Portionsgröße/Stückzahl → „Frei von“-Angaben → Markenvertrauen

Auswirkungen auf die Performance

  • Conversion-Rate bei kostenlosen Produkteinträgen – Käufer, die wichtige Merkmale schon beurteilen können, ohne auf die Produktseite zu klicken, sind besser vorqualifiziert, wenn sie dann klicken. Gut formulierte Highlights verringern die Ermüdung beim Vergleichen und stärken die Kaufabsicht; typischerweise steigt die Conversion-Rate bei kostenlosen Produkteinträgen dadurch um 10–25%.

  • Niedrigere Absprungrate – Wecken die Highlights die richtigen Erwartungen, klaffen Google-Eintrag und Landingpage seltener auseinander, und es gibt weniger Absprünge nach dem Motto „falsches Produkt“.

  • Organische Rich-Suchergebnisse – Produkthighlights in Rich Snippets der Google-Suche verbessern die CTR bei Suchanfragen mit Markenbezug, ohne zusätzliche Werbekosten. Für Produkte mit guten strukturierten Daten ist das im Grunde kostenlose zusätzliche Reichweite.

  • Feed-Qualitätsfaktor – Produkte, bei denen die empfohlenen Attribute einschließlich der Highlights vollständig gepflegt sind, erhalten im Merchant Center einen höheren Feed-Qualitätsfaktor, was sich positiv auf das Ranking der kostenlosen Produkteinträge auswirken kann.

Häufige Fehler

  • Highlights direkt aus dem Werbetext der Produktseite kopieren – dieser ist für Websitebesucher geschrieben, nicht für strukturierte Stichpunkte zu Merkmalen

  • Nur 1–2 Highlights übermitteln, obwohl 4–6 ein vollständigeres Bild ergeben würden

  • Für alle Produkte einer Kategorie dieselben allgemeinen Highlights verwenden („Robuste Verarbeitung“, „Einfach zu bedienen“)

  • Mehr als 150 Zeichen pro Highlight verwenden – der überschüssige Text wird ohne Hinweis abgeschnitten

  • Preis- oder Versandinformationen in die Highlights schreiben (nicht erlaubt)

  • Jedes Highlight mit demselben Wort beginnen (z. B. „Mit … Mit … Mit …“) – variieren Sie den Satzbau

  • product_highlight mit der Beschreibung verwechseln – beide dienen völlig unterschiedlichen Zwecken und Zielgruppen

Profi-Tipps

  • Formulierungen für Highlights in Kundenbewertungen suchen – Ihre besten Kunden schreiben in ihren Bewertungen, warum sie gekauft haben. Die Worte, die sie verwenden – „Ich habe es gekauft, weil …“, „Überzeugt hat mich …“ – sind genau die Highlight-Sprache, die bei künftigen Käufern ankommt. Werten Sie Bewertungen ab 4 Sternen mit einer einfachen Worthäufigkeitsanalyse aus, um die am häufigsten genannten Merkmale herauszufiltern.

  • Reihenfolge der Highlights per A/B-Test prüfen – Da Google in der Regel die ersten 4–5 Highlights anzeigt, kommt es auf die Reihenfolge an. Testen Sie, ob Sie mit dem wichtigsten technischen Unterscheidungsmerkmal oder mit dem häufigsten Einsatzzweck mehr Conversions erzielen. Nutzen Sie für solche Tests Ergänzungsfeeds (offizielle Bezeichnung: zusätzliche Datenquellen), damit Ihr Hauptfeed unangetastet bleibt.

  • Eine Master-Vorlage für Highlights pro Produktkategorie pflegen – Legen Sie die Struktur der Highlights (welche Dimensionen in welcher Reihenfolge) auf Kategorieebene fest und ergänzen Sie dann die produktspezifischen Werte. So bleiben die Highlights auch bei großen Sortimenten einheitlich, und Feed-Audits gehen schneller.

  • Highlights bei passenden Produkten saisonal anpassen – Bei Produkten mit saisonalem Einsatzzweck ergänzen Sie in der jeweiligen Saison ein passendes Highlight. Ein tragbarer Mixer könnte in Q2/Q3 etwa „Ideal für Smoothies to go im Sommer“ erhalten. Automatisieren Sie das saisonale Einfügen von Highlights mit Feedregeln oder Ergänzungsfeeds.

Häufig gestellte Fragen

Wo genau erscheinen Produkthighlights in Google?
Die Werte aus product_highlight erscheinen als Aufzählungsliste mit Produktmerkmalen auf der Produktdetailseite der kostenlosen Produkteinträge von Google (Shopping-Tab). Außerdem tauchen sie in Produkt-Rich-Results der Google-Suche (Knowledge Panel) und in den Produkt-Overlays von Google Bilder auf. Entscheidend: In Shopping-Anzeigen (PLAs) erscheinen sie nicht – dort besteht das Format nur aus Titel + Bild + Preis.
Wie viele Highlights sollte ich übermitteln?
Google akzeptiert 2 bis 100 Highlights, ideal sind aber 4–6 (so empfiehlt es Google selbst). Mit weniger als 4 schöpfen Sie die Funktion nicht aus. Bei mehr als 6 rutschen leicht weniger wichtige Informationen hinein, die die wichtigsten Merkmale verwässern. Konzentrieren Sie sich auf die 4–6 markantesten, kaufentscheidenden Merkmale – also die, die ein kompetenter Verkäufer als Erstes nennen würde.
Wie unterscheidet sich product_highlight vom Attribut description?
Die description ist ein längerer Fließtext, der vor allem dem internen Suchabgleich und der Indexierung durch Google dient – Käufer bekommen ihn selten zu sehen. product_highlight ist dagegen eine strukturierte Liste kurzer Stichpunkte, die Käufern angezeigt werden soll, und zwar auf Produktdetailseiten. Schreiben Sie Highlights für Menschen und Beschreibungen für den Algorithmus von Google.
Was gehört in die Produkthighlights?
Nennen Sie konkrete, sachliche Merkmale, die das Produkt abheben – also Punkte, die für die Kaufentscheidung wirklich zählen. Gut: „30 Stunden Akkulaufzeit mit Schnellladefunktion (10 Min. = 3 Stunden)“. Schlecht: „Toller Klang“ oder „Klassenbester“. Verzichten Sie auf austauschbare Werbesprache. Gute Highlights beantworten die Fragen: Was unterscheidet dieses Produkt? Was gibt für einen Käufer, der vergleicht, den Ausschlag zugunsten dieses Produkts?
Kann ich HTML oder Sonderzeichen in Highlights verwenden?
Nein. Produkthighlights sollten reiner Text sein. HTML-Tags, Aufzählungszeichen (•), Markdown-Formatierungen und Sonderzeichen außer den üblichen Satzzeichen werden entfernt oder können zur Ablehnung führen. Google stellt die Highlights automatisch als Aufzählungspunkte dar – eine eigene Formatierung ist nicht nötig.
Wie werden Produkthighlights im Feed übermittelt?
In XML-Feeds übermitteln Sie mehrere <g:product_highlight>-Elemente, eines pro Highlight. In Google Sheets-Feeds verwenden Sie separate Spalten: product_highlight, product_highlight 1, product_highlight 2 und so weiter, eine Spalte pro Highlight. In der Oberfläche des Merchant Center hat jedes Highlight ein eigenes Eingabefeld. Maximal 150 Zeichen pro Highlight.
Wirken sich Produkthighlights auf SEO oder die Performance von Shopping-Anzeigen aus?
Nicht direkt. Shopping-Anzeigen haben keinen Qualitätsfaktor, und Google gibt ausdrücklich an, sie nicht für den Suchabgleich zu verwenden. Sie verbessern aber die Conversion-Rate bei kostenlosen Produkteinträgen, weil Käufer für grundlegende Informationen zu den Merkmalen seltener auf die Produktseite klicken müssen. Bessere Conversion-Signale bei kostenlosen Produkteinträgen können indirekt die Gesamtposition Ihrer Produkte im Google-Ökosystem stärken.

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