Attribut-Referenz

Steuern [tax] in Google Shopping: Leitfaden zur Steuerkonfiguration für US-Bundesstaaten

Leitfaden zu tax im Google Merchant Center: die Unterattribute country/region/rate/tax_ship und warum Google seit 2025 keine US-Umsatzsteuer mehr verlangt.

Aktualisiert 4 Min. Lesezeit
Attribut tax – USA: Konfiguration auf Kontoebene vs. im Feed

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Steuersätze einmalig in den Kontoeinstellungen im Merchant Center hinterlegt. Gelten automatisch für alle Produkte. Keine Steuerattribute pro Produkt nötig.

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Das EU-Recht schreibt Preise inklusive Mehrwertsteuer vor. Übermitteln Sie im Attribut price den Preis inklusive Mehrwertsteuer. Verwenden Sie das Attribut tax NICHT – für Märkte in der EU wird es nicht unterstützt.

Das Attribut tax ist nur für die USA relevant. Händler in der EU, im Vereinigten Königreich und in den meisten anderen Ländern sollten die Mehrwertsteuer bzw. Umsatzsteuer direkt im Attribut price einrechnen – so schreibt es das jeweilige Recht vor, und so erwarten es die Käufer. Händler in den USA konfigurieren die Steuer fast immer auf Kontoebene im Merchant Center, nicht im Feed.

Was ist das Attribut tax?

Mit dem Attribut tax können Händler in den USA Umsatzsteuersätze pro Produkt und Bundesstaat angeben. Darüber teilen Sie Google mit, welcher Steuersatz für ein Produkt in bestimmten US-Bundesstaaten oder Regionen gilt, damit Shopping Käufern einen geschätzten Gesamtpreis inklusive Steuern anzeigen kann.

Update: Seit dem 1. Juli 2025 verlangt Google von Händlern keine Angaben zur US-Umsatzsteuer mehr und entfernt das Attribut tax sowie die Steuereinstellungen aus dem Merchant Center. Der Rest dieses Leitfadens beschreibt, wie das Attribut funktioniert hat; nehmen Sie es nicht in neue Feeds auf.

Entscheidend ist: tax ist ein reines US-Attribut. In der EU, im Vereinigten Königreich und in den meisten anderen Ländern hat es keine Funktion – dort muss die Steuer (Mehrwertsteuer) gesetzlich im angezeigten Preis enthalten sein und als Teil des Werts im Attribut price übermittelt werden. Händler in der EU und im Vereinigten Königreich sollten dieses Attribut nie verwenden.

Technische Spezifikationen

Feed-Nametax
GeltungsbereichNur USA
ErforderlichNicht mehr erforderlich (2025 von Google eingestellt)
Unterattributecountry, region, rate, tax_ship
Mehrere EinträgeJa – übermitteln Sie bei Bedarf einen tax-Eintrag pro Bundesstaat/Region
WiederholbarJa – bis zu 100 Steuereinträge pro Produkt

Die Unterattribute im Detail

countryLändercode nach ISO 3166-1 alpha-2. Für US-Steuern: US
regionAbkürzung des US-Bundesstaates (z. B. CA, NY, TX). Kann weggelassen werden – dann gilt der Eintrag für das ganze Land.
rateSteuersatz in Prozent als Dezimalzahl (z. B. 8.25 = 8,25%). Für steuerfreie Produkte 0 angeben.
tax_shipy, wenn auch auf den Versand Steuer anfällt; n, wenn nicht. Standardwert: n.

Steuerangaben im Feed vs. Steuereinstellungen auf Kontoebene

Einstellungen auf KontoebeneEinmalig im Merchant Center unter „Steuern“ eingerichtet. Gilt für alle Produkte. Google pflegt die Steuersätze der einzelnen Bundesstaaten. Ideal für Händler, deren gesamter Katalog steuerlich einheitlich behandelt wird.
Attribut tax im FeedAbweichende Angabe pro Produkt. Sinnvoll, wenn für bestimmte Produkte andere Steuersätze gelten (z. B. ermäßigte Sätze für Lebensmittel, Kleidung in einigen Bundesstaaten steuerfrei). Überschreibt die Kontoeinstellungen für bestimmte Produkte und Bundesstaaten.
PrioritätFür die Produkte und Bundesstaaten, die es abdeckt, hat das Attribut tax im Feed Vorrang vor den Einstellungen auf Kontoebene.

Preisübermittlung in den USA: die Regeln im Überblick

  • USA: Übermitteln Sie in price Preise vor Steuern. Google schlägt die geschätzte Steuer separat auf.

  • EU/UK/die meisten anderen Märkte: Übermitteln Sie in price Preise inklusive Steuern (inkl. Mehrwertsteuer). Verwenden Sie das Attribut tax nicht.

  • Kanada: Übermitteln Sie Preise vor Steuern (GST/HST schlägt Google separat auf oder sie werden an der Kasse ausgewiesen).

Typische Anwendungsfälle für Steuerattribute auf Produktebene (USA)

  • Lebensmittel: In vielen US-Bundesstaaten im Vergleich zu regulären Waren ermäßigt besteuert (oder steuerfrei)

  • Kleidung: In NY, PA, NJ und weiteren Bundesstaaten für Artikel unterhalb einer Preisgrenze von der Umsatzsteuer befreit

  • Digitale Downloads: Wie digitale Güter besteuert werden, unterscheidet sich stark von Bundesstaat zu Bundesstaat

  • Medizin- und Gesundheitsprodukte: In mehreren Bundesstaaten oft steuerfrei oder ermäßigt besteuert

Regeln

  • Verwenden Sie das Attribut tax nicht für die EU, das Vereinigte Königreich oder andere Märkte außerhalb der USA – rechnen Sie die Steuer stattdessen in price ein

  • Hinterlegen Sie tax nicht auf Kontoebene und gleichzeitig widersprüchliche tax-Attribute auf Produktebene – die Produktebene hat Vorrang, und das ist möglicherweise nicht gewollt

  • Der Steuersatz muss eine Dezimalzahl sein (z. B. 8.25), kein Text mit Prozentzeichen (8.25%)

  • Prüfen Sie, ob der übermittelte Preis vor Steuern mit dem Preis vor Steuern auf Ihrer Landingpage übereinstimmt – Abweichungen führen zur Ablehnung

Häufige Fehler

  • Händler in der EU übermitteln Nettopreise ohne Mehrwertsteuer und schlagen die Mehrwertsteuer über tax wieder auf – wird nicht unterstützt und führt zu falsch angezeigten Preisen

  • Händler in den USA rechnen die Steuer in price ein UND übermitteln zusätzlich ein Attribut tax – die Steuer wird im angezeigten Gesamtpreis doppelt berechnet

  • tax_ship fehlt in Bundesstaaten, in denen der Versand steuerpflichtig ist – der geschätzte Gesamtpreis wird zu niedrig angezeigt

  • Steuersätze werden nicht angepasst, wenn sich die Gesetze der Bundesstaaten ändern – die Umsatzsteuersätze in den USA ändern sich häufig

  • Das Attribut tax wird für Abweichungen auf Produktebene genutzt, obwohl die Einstellungen auf Kontoebene einfacher wären und ausreichen

Häufig gestellte Fragen

Brauchen Händler in der EU oder im Vereinigten Königreich überhaupt das Attribut tax?
Nein. Das Attribut tax ist nur für Händler in den USA relevant. In der EU, im Vereinigten Königreich und in den meisten anderen Ländern müssen Preise, die Verbrauchern angezeigt werden, die Mehrwertsteuer enthalten – das ist gesetzlich vorgeschrieben (EU-Mehrwertsteuerrichtlinie, UK Consumer Rights Act). Händler in der EU und im Vereinigten Königreich müssen die Mehrwertsteuer im Attribut price einrechnen und den vollen Bruttopreis inklusive Mehrwertsteuer übermitteln. Einen Nettopreis (ohne Mehrwertsteuer) zu übermitteln und die Mehrwertsteuer über tax aufzuschlagen, wird außerhalb der USA nicht unterstützt und führt zu fehlerhaften Preisangaben oder Richtlinienverstößen.
Welche Unterattribute hat das Attribut tax?
Das Attribut tax hat vier Unterattribute: country (ISO 3166-1 alpha-2, z. B. US), region (US-Bundesstaatscode, z. B. CA für Kalifornien), rate (der Steuersatz in Prozent als Dezimalzahl, z. B. 8.25 für 8,25%) und tax_ship (boolescher Wert y oder n – gibt an, ob auch auf die Versandkosten Steuer anfällt). Alle vier Unterattribute werden gemeinsam in einem einzigen Feld tax übermittelt. Pro Produkt können Sie mehrere tax-Einträge übermitteln und so für verschiedene Bundesstaaten unterschiedliche Steuersätze angeben.
Sollte ich Steuerattribute im Feed oder die Steuereinstellungen auf Kontoebene verwenden?
Für die meisten Händler in den USA empfehlen sich die Steuereinstellungen auf Kontoebene im Merchant Center statt tax-Attributen im Feed. Die Kontoeinstellungen wenden eine einheitliche Steuerkonfiguration auf Ihren gesamten Katalog an, ohne dass Sie Daten pro Produkt pflegen müssen, und sie unterstützen die automatische Aktualisierung der Steuersätze im Merchant Center. tax-Attribute im Feed eignen sich eher für Händler mit produktspezifischen Steuersätzen – etwa Lebensmittel, die in einigen Bundesstaaten niedriger besteuert werden als andere Waren, oder Produkte, die in bestimmten Steuergebieten steuerfrei sind.
Was bedeutet tax_ship = y?
tax_ship = y teilt Google mit, dass der Steuersatz Ihres Bundesstaats nicht nur auf den Produktpreis, sondern auch auf die Versandkosten angewendet wird. Einige US-Bundesstaaten (z. B. Texas, Illinois) besteuern Versandkosten, andere (z. B. Kalifornien) nicht. Nur wenn dieser Wert stimmt, ist der geschätzte Preis inklusive Steuern korrekt, den Käufer in Shopping sehen. Ist tax_ship falsch gesetzt, zeigt Google einen ungenauen geschätzten Gesamtpreis an.
Was passiert, wenn ich einen Preis ohne Steuern für ein US-Produkt übermittle?
Für Produkte in den USA sollten Sie im Attribut price Preise vor Steuern übermitteln (anders als in der EU, wo Preise die Mehrwertsteuer enthalten müssen). Google schlägt dann die geschätzte Steuer des jeweiligen Bundesstaats auf – entweder aus Ihren Steuereinstellungen auf Kontoebene oder aus Ihrem Attribut tax – und zeigt Käufern einen geschätzten Gesamtpreis an. Übermitteln Sie versehentlich einen US-Preis inklusive Steuern, wird die Steuer im angezeigten Endpreis doppelt berechnet: einmal die Steuer, die Sie bereits in den Preis eingerechnet haben, und dazu die Schätzung von Google.
Mein Produkt ist in bestimmten US-Bundesstaaten steuerfrei – wie gehe ich damit um?
Sie können für genau die Bundesstaaten, in denen Ihr Produkt steuerfrei ist, ein Attribut tax mit rate = 0 übermitteln. So sind zum Beispiel manche Kleidungsstücke in New York, Pennsylvania und New Jersey steuerfrei. Übermitteln Sie für diese Bundesstaaten eigene tax-Einträge mit rate:0 und für Bundesstaaten mit Steuerpflicht jeweils eigene Einträge mit dem geltenden Satz. Für diese Bundesstaaten hat die Angabe auf Produktebene Vorrang vor Ihren Steuereinstellungen auf Kontoebene.

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