Attribut-Referenz

Sonderangebotszeitraum [sale_price_effective_date] in Google Shopping: Sonderangebote planen

Leitfaden zu sale_price_effective_date im Google Merchant Center: das Datumsformat für Start und Ende von Sonderangebotspreisen und häufige Fehler.

Aktualisiert 4 Min. Lesezeit
Google Shopping – Sonderangebotspreis: aktiv vs. abgelaufen

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Angebot endet am 30. Juni30% Rabatt

Sonderangebot ist befristet → endet automatisch → Grundpreis bleibt glaubwürdig → Streichpreis wird korrekt angezeigt

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sale_price gesetzt, aber kein Gültigkeitszeitraum → Sonderangebot endet nie automatisch → versehentlich ein „Dauer-Sale“ → Preis verliert an Glaubwürdigkeit, Voraussetzungen für den Streichpreis nicht erfüllt

sale_price_effective_date legt fest, wann ein Sonderangebot beginnt und endet. Ohne das Attribut läuft das Sonderangebot unbefristet – das gefährdet die Voraussetzung für den Streichpreis (der Preis muss 30+ Tage gegolten haben, damit die Durchstreichung erscheint) und kann zu Problemen mit den Richtlinien führen, wenn der „ursprüngliche“ Preis nie tatsächlich verlangt wird.

Was ist sale_price_effective_date?

Das Attribut sale_price_effective_date legt den Zeitraum fest, in dem der sale_price eines Produkts gilt. Es funktioniert wie eine Zeitsteuerung: Der Sonderangebotspreis wird zum Startzeitpunkt aktiviert und zum Endzeitpunkt automatisch deaktiviert; danach wird wieder der reguläre Wert aus price angezeigt. Außerhalb dieses Zeitfensters ignoriert Google das Feld sale_price komplett.

Ohne dieses Attribut ist ein übermittelter sale_price dauerhaft aktiv – er läuft nie ab. Das ist mit Abstand der häufigste Grund für versehentlich weiterlaufende Sonderangebote und kann unbemerkt verhindern, dass Ihr Streichpreis angezeigt wird (dafür muss der Grundpreis an mindestens 30 der letzten 200 Tage gegolten haben).

Technische Spezifikationen

Feed-Namesale_price_effective_date
ErforderlichEmpfohlen (technisch nicht erforderlich, bei Verwendung von sale_price aber dringend angeraten)
FormatZeitraum nach ISO 8601: start/end – z. B. 2025-06-01T00:00:00+00:00/2025-06-30T23:59:59+00:00
Nur Datum2025-06-01/2025-06-30 wird ebenfalls akzeptiert
TrennzeichenSchrägstrich / zwischen Start und Ende
ZeitzoneOffset angeben (z. B. +02:00, -05:00 oder +00:00 für UTC)

So wirken sale_price und sale_price_effective_date zusammen

  • Vor dem Startzeitpunkt: Google zeigt den regulären price an. Der Sonderangebotspreis steht im Feed, wird aber nicht angezeigt.

  • Zwischen Start- und Endzeitpunkt: Google zeigt sale_price an und streicht price durch (sofern die 30-Tage-Bedingung für den Grundpreis erfüllt ist).

  • Nach dem Endzeitpunkt: Google zeigt wieder den regulären price an. Der Sonderangebotspreis bleibt im Feed, wird aber ignoriert.

  • Kein Gültigkeitszeitraum festgelegt: Der Sonderangebotspreis gilt unbefristet, bis er aus dem Feed entfernt wird.

Die 30-Tage-Regel für den Streichpreis

Damit der Streichpreis erscheint (der durchgestrichene Originalpreis neben dem Sonderangebotspreis), muss der Grundpreis aus price an mindestens 30 der vorangegangenen 200 Tage der tatsächliche Preis des Produkts gewesen sein. Das heißt:

  • Ein Sonderangebot, das 30+ Tage ohne Enddatum läuft, schwächt die Historie des Grundpreises und kann den Streichpreis verhindern

  • Direkt aufeinanderfolgende Sonderangebote (eines endet, sofort beginnt das nächste) verkürzen ebenfalls die Zeit, in der der Grundpreis gilt

  • price kurz vor einem Sonderangebot künstlich anzuheben und dann sofort zu reduzieren, erfüllt diese Anforderung nicht und ist ein Richtlinienverstoß

  • Ein gut getimtes, befristetes Sonderangebot (z. B. 7–14 Tage) bewahrt die Historie des Grundpreises und sorgt dafür, dass der Streichpreis beim nächsten Sonderangebot erscheint

Regeln

  • Der Startzeitpunkt muss vor dem Endzeitpunkt liegen – bei vertauschten Zeitpunkten wird der Sonderangebotspreis nie aktiviert

  • sale_price muss echt niedriger sein als price

  • Nur ein Gültigkeitszeitraum pro Produkt (nicht mehrere)

  • Kein Enddatum in der Vergangenheit festlegen – der Sonderangebotspreis gilt dann sofort als abgelaufen

  • Mit Uhrzeit ist der Zeitzonen-Offset Pflicht – fehlt er, kann das Angebot zu unerwarteten Zeiten starten oder enden

Best Practices

  • Immer ein Enddatum festlegen – Es gibt so gut wie nie einen geschäftlichen Grund, ein Sonderangebot unbefristet laufen zu lassen. Machen Sie befristete Sonderangebote zur festen Regel in Ihrer Feed-Pipeline, dann verlängern sich Aktionen nicht mehr versehentlich.

  • Sonderangebote vorab über den Feed planen – Laden Sie sale_price + sale_price_effective_date mit einem Startdatum in der Zukunft hoch, bevor das Sonderangebot beginnt. So vermeiden Sie hektische Feed-Updates am selben Tag, und das Sonderangebot startet exakt pünktlich.

  • Ergänzungsfeeds (offizielle Bezeichnung: zusätzliche Datenquellen) für eine flexible Aktionsplanung nutzen – Wenn Sie häufig kurze Aktionen (z. B. Flash-Sales) fahren, wird ein Ergänzungsfeed, der nur die Produkte für Sonderangebote enthält, schneller aktualisiert als der vollständige Feed und kann Sonderangebote in einem engeren Takt aktivieren und deaktivieren.

  • Die 30-Tage-Regel im Aktionskalender einplanen – Lassen Sie nach jedem Sonderangebotszeitraum mindestens 30 Tage zum vollen price verstreichen, bevor Sie für dieselben Produkte das nächste Sonderangebot starten. So bleibt der Streichpreis auch für künftige Aktionen möglich.

Häufige Fehler

  • sale_price ohne sale_price_effective_date festlegen – das Sonderangebot endet nie automatisch

  • Start- und Enddatum vertauschen – das Sonderangebot wird nie aktiviert

  • Ein Format ohne Schrägstrich verwenden (z. B. zwei separate Datumsfelder) – falsch; es muss ein einzelner start/end-String sein

  • Den Zeitzonen-Offset weglassen – das Sonderangebot startet bzw. endet zu unerwarteten Zeiten

  • Ein Enddatum in der Vergangenheit festlegen – Google behandelt das Sonderangebot als bereits abgelaufen und zeigt sofort den regulären Preis an

  • Sonderangebote so häufig schalten, dass die Historie des Grundpreises unter 30 Tage fällt – der Streichpreis wird unterdrückt

  • sale_price gleich price setzen – kein Rabatt, kein Hinweis, womöglich eine Warnung zur Datenqualität

Häufig gestellte Fragen

Wie lautet das genaue Format für sale_price_effective_date?
Das Format ist ein Zeitraum aus zwei Datums- und Zeitangaben nach ISO 8601, getrennt durch einen Schrägstrich: YYYY-MM-DDThh:mm:ss+HH:MM/YYYY-MM-DDThh:mm:ss+HH:MM. Beispiel: 2025-06-01T00:00:00+00:00/2025-06-30T23:59:59+00:00. Das Sonderangebot beginnt hier am 1. Juni um Mitternacht UTC und endet mit Ablauf des 30. Juni. Geben Sie immer den Zeitzonen-Offset an. Ein reines Datumsformat (ohne Uhrzeit) wird ebenfalls akzeptiert: 2025-06-01/2025-06-30. Mit Uhrzeit legen Sie aber genau fest, wann das Sonderangebot startet und endet.
Ist sale_price_effective_date erforderlich, wenn ich sale_price verwende?
Technisch ist es nicht erforderlich, aber dringend empfohlen. Legen Sie sale_price ohne sale_price_effective_date fest, gilt der Sonderangebotspreis sofort und läuft nie automatisch ab – er bleibt aktiv, bis Sie sale_price aus dem Feed entfernen. Das ist der häufigste Grund für versehentlich verlängerte Sonderangebote. Legen Sie deshalb immer einen Gültigkeitszeitraum fest, damit das Angebot garantiert automatisch endet.
Was ist die 30-Tage-Regel für den Grundpreis und wie hängt sie mit diesem Attribut zusammen?
Damit der Streichpreis (der durchgestrichene Originalpreis neben dem Sonderangebotspreis) in Shopping-Anzeigen erscheint, verlangt Google, dass der Grundpreis (price) an mindestens 30 der vorangegangenen 200 Tage der tatsächliche Preis des Produkts war. Läuft Ihr Sonderangebot zu lange – vor allem, weil sale_price_effective_date fehlt –, wird der reduzierte Preis faktisch zum „echten“ Preis, die 30-Tage-Bedingung ist nicht mehr erfüllt und der Streichpreis wird unterdrückt. Ein sauber befristetes Sonderangebot schützt die Historie Ihres Grundpreises.
Kann ich mit diesem Attribut ein zukünftiges Sonderangebot planen?
Ja. Sie können sale_price und sale_price_effective_date mit einem Startdatum in der Zukunft übermitteln – Google aktiviert den Sonderangebotspreis dann automatisch, sobald das Startdatum erreicht ist. Bis dahin wird der aktuelle price angezeigt. Das ist ideal für geplante Aktionen (Black Friday, saisonale Sales): Laden Sie die Angebotsdaten vorab hoch, dann werden sie planmäßig aktiviert, ohne dass Sie den Feed am selben Tag aktualisieren müssen.
Was passiert, wenn der Endzeitpunkt von sale_price_effective_date überschritten ist?
Ist der Endzeitpunkt in sale_price_effective_date überschritten, zeigt Google automatisch wieder den regulären Wert des Attributs price an und entfernt den Sonderangebotshinweis. Der Wert von sale_price bleibt in Ihrem Feed – Google ignoriert ihn einfach, weil der Gültigkeitszeitraum abgelaufen ist. Sie müssen sale_price nach dem Ende des Sonderangebots nicht aus dem Feed entfernen; es gehört aber zur guten Feed-Hygiene, ihn beim nächsten vollständigen Feed-Update zu bereinigen.
Kann der sale_price höher sein als der reguläre Preis?
Nein – Google verlangt, dass sale_price echt niedriger ist als price. Ist sale_price gleich hoch oder höher als price, erscheint kein Sonderangebotshinweis, und das Produkt erhält unter Umständen eine Warnung zur Datenqualität. Achten Sie darauf, dass jeder Rabatt echt ist (zumindest eine kleine Reduzierung). Google achtet außerdem auf Muster und unterdrückt den Streichpreis bei Produkten mit künstlich überhöhten Grundpreisen.

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